Leuchtturm der Bildung und Innovation - Kompetenzzentrum sorgt für Wissenstransfer von der Forschung in die Ausbildung
Stuttgart, 20. Januar 2009 - In einer offiziellen Feierstunde übergab Frau Dr. Ulrike Geiger, Vertreterin des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das KomZet-Zertifikat an den Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade.

Welches Wärmedämmsystem ist für mein Haus optimal? Gibt es ein Material das die Raumfeuchtigkeit reguliert? Wie kann ich leichte Trennwände erstellen, die trotzdem gut gegen Schall schützen? Als Bauherr ist man oft auf den guten und qualifizierten Rat von Fachhandwerkern angewiesen. Gute Beratung setzt indes eine gute Ausbildung voraus. Das Kompetenzzentrum für das Stuckateurhandwerk in Rutesheim hat sich der Aus- und Weiterbildung von Stuckateuren verschrieben. Neueste Innovationen aus Forschung und Industrie werden den Stuckateuren nahe gebracht und deren Verarbeitung vermittelt. Dadurch können die Absolventen des Kompetenzzentrums optimal beraten und passgenaue, zeitgemäße Lösungen frühzeitig anbieten. Jetzt wurde der Einrichtung offiziell das Zertifikat des BMBF überreicht.

"Wer hätte gedacht, dass das Stuckateurhandwerk so viele High-Tech-Themen wie Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien und Klimaschutz durch Wärmedämmung zum Inhalt hat?" Die Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Frau Dr. Ulrike Geiger, zeigte sich begeistert. Persönlich konnte Sie sich vor Ort über die Ausbildungsinhalte informieren. Später, in ihrer Rede bei der feierlichen Übergabe des Zertifikats, unterstrich sie die Bedeutung des dort stattfindenden Wissenstransfers. Technische Neuerungen so aufzubereiten, dass sie direkt in der Aus- und Weiterbildungspraxis umgesetzt werden können, sei die unerlässliche Scharnierfunktion zwischen Entwicklung und Umsetzung, die das Kompetenzzentrum leistet. Das sei dem Leiter der Einrichtung, Dr. Roland Falk, mit seinem Team vorbildlich gelungen. "Sie setzen mit Ihrem technischen Sachverstand aktuelles Know-how in erforderliche Schulungsmaßnahmen um," lobte Frau Dr. Ulrike Geiger die Arbeit und das Engagement des Kompetenz-Teams.

Produktinnovationen und neue Technologien im Bau- und Ausbaubereich entstehen zumeist in den Forschungslabors von Wissenschaft und Industrie. Damit diese schneller umgesetzt werden können bedarf es der Zusammenarbeit mit verarbeitenden Betrieben, Sachverständigen und nicht zuletzt auch mit dem Endverbraucher - dem Bauherrn. Das Kompetenzzentrum versteht sich als Schnittstelle dieses Netzwerkes und begleitet die Produkte auf dem Weg zur Marktreife. Es prüft die Innovationen auf Praxistauglichkeit. Dann entwickelt es ein Qualifizierungsangebot für Stuckateure und arbeitet Bildungsinhalte heraus. Diese werden dem Stuckateur in Schulungsveranstaltungen vermittelt. Auch Informationsveranstaltungen für Bauherren werden organisiert. Andererseits trägt das Kompetenzzentrum aber auch Ideen aus dem Markt - von Bauherren oder Betrieben - zur Industrie, die dann gegebenenfalls neue maßgeschneiderte Produkte entwickelt. Der Innovationsfluss funktioniert also in beide Richtungen.
Das Kompetenzzentrum in Rutesheim übernimmt im Kompetenz-Netzwerk das Aufgabengebiet Wärmedämmung - Putz - Trockenbau - Fassade. Hieraus ergibt sich eine weitere Aufgabe, nämlich die Entwicklung von Bildungsinhalten für die Aus- und Weiterbildung. Diese werden auch anderen Bildungseinrichtungen, mit gleichen thematischen Schwerpunkten, zur Verfügung gestellt. Besonders begeistert zeigte sich Frau Dr. Ulrike Geiger bei ihrem Besuch vom Kompetenzmobil. Dieses rollende Versuchslabor steht sowohl zur Ausbildung des beruflichen Nachwuchses als auch zur Information der Öffentlichkeit zur Verfügung. Versuchsanordnungen zu Nachhallzeit, Wärmedämmsystemen, Energieverbrauch und Luftdichtheit vermitteln auf unterhaltsame Art und Weise Bauwissen. Genau darin sieht der Gast aus Bonn auch die Aufgabe des Kompetenzzentrums: "Mir gefällt das Bild des Dolmetschers, der den technischen Fortschritt für die Anwender (...) verständlich aufarbeitet, übersetzt und vermittelt. Deshalb kann man zu recht vom Kompetenzzentrum als Exzellenzzentrum sprechen, das als Leuchtturm breitenwirksam ausstrahlt."

(Autor: Josef Schneider, redaktion24)

www.stuck-komzet.de