3D- und AR-Modelle für die Ausbildung: Energieeffizienztechniken anschaulich vermitteln

Im Projekt GreenWorks werden neue Wege erprobt, um Zukunftsthemen im Bau- und Ausbauhandwerk anschaulich und praxisnah in die Ausbildung zu integrieren. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Nutzung von digitalen 3D- und AR-Modellen zu Energieeffizienztechniken.

Ausgangspunkt sind physische Anschauungsmodelle – entstanden im Projekt „Komzet Energiefassade“ im Kompetenzzentrum Ausbau und Fassade, an denen Lehrkräfte und Ausbilder:innen bereits verschiedene technische Systeme gemeinsam betrachten und besprechen konnten. Dazu zählen unter anderem Modelle zu Heiz- und Kühlsystemen, Lüftungstechniken sowie gebäudeintegrierter Photovoltaik. Diese Modelle wurden nicht nur für die gemeinsame fachliche Arbeit genutzt, sondern auch digital aufbereitet. Dadurch stehen sie nun zusätzlich als 3D-Modelle und AR-Objekte zur Verfügung.

Der Vorteil dieser digitalen Aufbereitung liegt vor allem in der anschaulichen Vermittlung komplexer Inhalte. Technische Aufbauten können aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, Details vergrößert und einzelne Schichten oder Funktionsweisen besser nachvollzogen werden. Gerade bei neuen Themen der Ausbildungsordnung erleichtert dies den Zugang zu Inhalten, die sich in klassischen Unterrichtsformaten oft nur schwer darstellen lassen.

Die 3D- und AR-Modelle werden im Projekt sowohl in der Qualifizierung von Ausbilder:innen und Lehrkräften als auch perspektivisch in der Ausbildung selbst eingesetzt. Ein besonderer Mehrwert besteht darin, dass auch die Berufsschullehrkräfte die Modelle im Theorieunterricht nutzen können. So lassen sich technische Zusammenhänge anschaulich erklären und mit schulischen Lerninhalten verknüpfen. Gleichzeitig bieten die Modelle auch in der ÜBA einen guten Anknüpfungspunkt, um Theorie und praktische Anwendung enger miteinander zu verbinden.

Die gemeinsamen Termine mit Lehrkräften und Ausbildern haben gezeigt, dass gerade die Verbindung aus physischen Anschauungsmodellen und digitalen 3D-/AR-Anwendungen großes Potenzial für die Ausbildung bietet. Während die physischen Modelle einen direkten Zugang zum Aufbau und zur Materialität ermöglichen, schaffen die digitalen Varianten zusätzliche Möglichkeiten für den flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Lernumgebungen. Sie können ortsunabhängig genutzt, in digitale Lernmaterialien eingebunden und mit weiteren Aufgaben oder Erklärungen kombiniert werden.

Damit leisten die 3D- und AR-Modelle einen wichtigen Beitrag dazu, neue fachliche Inhalte verständlich, modern und lernortübergreifend zu vermitteln. Sie unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und ÜBA und helfen dabei, Zukunftsthemen der Ausbildung anschaulich in Unterricht und Qualifizierung einzubinden.