Lernen neu sehen
Kameratechniken in der Ausbildung
Kameratechnik trifft Ausbildungspraxis
Wie lassen sich handwerkliche Arbeitstechniken anschaulich vermitteln? Wie können Auszubildende einzelne Arbeitsschritte aus nächster Nähe verfolgen, wiederholen und besser nachvollziehen?
Ob Zeitraffer, Ich-Perspektive oder 360°-Aufnahme – moderne Kameratechniken eröffnen neue Möglichkeiten für die praktische Ausbildung. Sie machen Arbeitsabläufe sichtbar, dokumentieren handwerkliche Prozesse und unterstützen Ausbilderinnen und Ausbilder dabei, Lerninhalte verständlich und abwechslungsreich zu vermitteln.
Warum Videos in der überbetrieblichen Ausbildung?
Handwerk lernt man durch eigenes Tun. Videos können die praktische Ausbildung dabei sinnvoll ergänzen: Sie machen komplexe Arbeitsabläufe anschaulich, zeigen Arbeitsschritte aus unterschiedlichen Perspektiven und ermöglichen es, einzelne Handgriffe gezielt zu betrachten und beliebig oft zu wiederholen.
Auszubildende können sich mithilfe von Videos auf praktische Aufgaben vorbereiten, Arbeitstechniken eigenständig nachvollziehen und ihre eigenen Ergebnisse überprüfen. Werden sie selbst zu Filmschaffenden, setzen sie sich intensiv mit ihren Arbeitsprozessen auseinander, reflektieren ihr Vorgehen und stärken gleichzeitig ihre Medienkompetenz.
Entscheidend ist dabei nicht die Technik selbst, sondern ihr gezielter didaktischer Einsatz. Videos können den Lernprozess vor, während und nach der praktischen Arbeit unterstützen – vom ersten Kennenlernen einer Technik bis zur gemeinsamen Auswertung der Arbeitsergebnisse.
Unser Ansatz: Anschauen – Verstehen – Ausprobieren – Reflektieren.
Aufzeichnung einzelner Arbeitstechniken
Technische Details sichtbar machen.
Eine gezielt positionierte Kamera ermöglicht Einblicke, die bei einer Live-Demonstration in einer größeren Gruppe oft nicht für alle sichtbar sind. Werkzeug- und Schablonenführung können anschließend gemeinsam analysiert werden.
Aufnahme Auszubildende beim Stuckziehen – GoPro HERO13
Zeitrafferfilme
Arbeitsabläufe im Zusammenhang verstehen.
Aus einem langen Herstellungsprozess wird eine übersichtliche Darstellung. Die Auszubildenden erkennen die Abfolge der Arbeitsschritte und können den eigenen Arbeitsprozess planen. Wichtig: Für die Vermittlung einzelner Handgriffe braucht es ergänzende Detailaufnahmen.
Zeitrafferaufnahme zur Sgrafitto-Technik zum Thema „Halloween“, aufgenommen mit der DJI Osmo Pocket 3
Zeitrafferaufnahme zur Sgrafitto-Technik „Wappen Baden-Württemberg“
Aufnahmen aus der Perspektive des Ausbildenden (Ich-Perspektive)
Handgriffe aus der Perspektive des Ausbilders nachvollziehen.
Werkzeugführung, Bewegungen und Arbeitspositionen können aus einer ungewohnten Nähe betrachtet werden. Besonders hilfreich bei der Vorbereitung praktischer Übungen und beim wiederholten Anschauen schwieriger Arbeitsschritte.
Aufnahme Ausbildender beim Spachteln –
RAY-BAN Meta-Brille Gen 3 (Augenhöhe)
Aufnahme Ausbildender beim Spachteln –
DJI Osmo Nano Action (Brusthöhe)
Erklärfilm Filzputz –
Rokid AR Smart Glasses (Augenhöhe)
„Aus dem ÜBA-Alltag“ – Lernen durch eigenes Dokumentieren und Reflektieren eigener Erfahrungen
Lernen durch eigenes Dokumentieren und Erklären.
Auszubildende setzen sich aktiv mit ihren Tätigkeiten auseinander, wählen wesentliche Arbeitsschritte aus und machen ihre Lernerfahrungen sichtbar. Gleichzeitig erwerben sie Medienkompetenz.
Aufnahmen von Auszubildenden: Ein Tag in der ÜBA – mit dem Smartphone
Erfahrungen reflektieren und kommunizieren.
Durch gezielte Fragen zu Arbeitsabläufen, Schwierigkeiten und Lösungswegen werden Lernprozesse bewusst gemacht. Die Videos können auch den Austausch zwischen Auszubildenden fördern.
Interview mit unseren Azubis – mit dem Smartphone inkl. DJI Gimbal
Virtuelle Lernumgebungen mit 3D- und 360°-Technologie
Lernumgebungen selbstständig erkunden.
Ein virtueller Rundgang kann bei der Orientierung, Arbeitsplatzplanung und Vorbereitung von Arbeitsaufträgen helfen. Auch die Beurteilung von Arbeitsplatzorganisation und Sicherheit ist denkbar.
Interaktive 3D-Showrooms eröffnen neue Möglichkeiten für die handlungsorientierte Ausbildung. Auszubildende können räumliche Zusammenhänge erkunden, unterschiedliche Bauweisen betrachten und technische Lösungen miteinander vergleichen – unabhängig vom realen Lernort. So lassen sich beispielsweise komplexe Sanierungsmaßnahmen anschaulich darstellen und als Grundlage für praxisbezogene Lernaufträge nutzen.
360° Aufnahmen auf der Baustelle und in der ÜBA (Ricoh Theta X)
Zum Aufrufen auf dem Tablet oder Smartphone:

Zum Aufrufen auf dem Tablet oder Smartphone:

AR-Technologie
Komplexe Zusammenhänge räumlich verstehen.
Unterschiedliche Schichtaufbauten und konstruktive Zusammenhänge können anschaulich verglichen werden. Die Auszubildenden können auf dieser Grundlage technische Entscheidungen diskutieren.
3D- & AR-Modell – Dämmsysteme im Vergleich: VHF, WDVS und Innendämmung
Thermografiekamera – Wärme und Kälte sichtbar machen
Mit einer Thermografiekamera lassen sich Oberflächentemperaturen sichtbar machen und Temperaturunterschiede anschaulich darstellen. Das Wärmebild ergänzt die normale Kameraaufnahme und eröffnet so eine zusätzliche Perspektive auf handwerkliche Bauteile und deren Funktion.
Gerade bei Heiz- und Kühldecken bietet die Thermografie einen besonderen didaktischen Mehrwert: Die Auszubildenden können unterschiedliche Systeme nicht nur selbst einbauen und deren Wirkung spüren, sondern auch die Temperaturverteilung auf den Oberflächen sichtbar machen und vergleichen.
So lassen sich die Funktionsweise der Systeme und die Verteilung von Wärme und Kälte besser nachvollziehen. Die Wärmebilder bieten zudem eine Grundlage, um Beobachtungen zu überprüfen, Messergebnisse zu diskutieren und technische Zusammenhänge zu verstehen.

Kühlbetrieb

Heizbetrieb
JETZT DEN WEG IN DIE AUSBILDUNG STARTEN
DAS STUCKATEURHANDWERK







