ARvolution: Besuch aus Ministerium und von Horizont Handwerk – der fertige AR-Messestand im Praxistest

Wie lassen sich komplexe Energieeffizienztechniken im Ausbauhandwerk anschaulich erklären? Wie wird aus einem Messestand ein interaktives Erlebnis? Und welche Rolle können Augmented Reality und Künstliche Intelligenz künftig im Handwerk spielen?

Zum Abschluss unseres Projekts ARvolution durften wir gleich zwei besondere Besucher im Branchenzentrum Ausbau und Fassade begrüßen: Am 12. Mai besuchte uns Dr. Jochen Laps vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, Referat Mittelstand und Handwerk. Am 3. Juni 2026 war Andreas Rebholz von Horizont Handwerk bei uns zu Gast.

Beiden konnten wir unseren fertiggestellten AR-Messestand präsentieren – und zeigen, wie aus einer Projektidee ein greifbares, nutzbares und zukunftsorientiertes Format für das Ausbauhandwerk geworden ist.

Der AR-Messestand ist fertig

Im Projekt ARvolution wurde ein modularer Messestand entwickelt, der klassische Handwerksnähe mit digitalen Technologien verbindet. Ziel war es, Energieeffizienztechniken wie Fassaden-PV, Lüftungsanlagen oder Flächenheizsysteme sichtbar und verständlich zu machen – auch dort, wo die Technik im Gebäude später normalerweise verborgen bleibt.

Mit Hilfe von Augmented Reality können Besucherinnen und Besucher digitale Modelle direkt im Raum erleben. Per Smartphone oder Tablet werden technische Inhalte auf den realen Messestand projiziert. So entstehen anschauliche Einblicke in Aufbau, Funktion und Nutzen moderner Lösungen rund um Ausbau, Fassade und energetische Gebäudesanierung.

Ausprobieren ausdrücklich erwünscht

Bei beiden Besuchen stand nicht nur die Präsentation im Vordergrund, sondern auch das eigene Erleben. Dr. Jochen Laps und Andreas Rebholz konnten die AR-Anwendungen selbst testen und digitale Objekte auf dem Messestand projizieren.

Gerade dieser praktische Moment macht deutlich, worum es bei ARvolution geht: Technik soll nicht abstrakt bleiben, sondern unmittelbar erfahrbar werden. Wer ein AR-Modell selbst im Raum platziert, dreht, vergrößert oder aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, versteht technische Zusammenhänge schneller und intuitiver.

Der Messestand wird damit zu einer Erlebnisfläche – für Messen, Ausbildungstage, Schulveranstaltungen, Fachveranstaltungen und Kundengespräche.

Austausch über die nächsten Schritte

Im Anschluss an die Präsentationen blieb Zeit für Gespräche über mögliche Anschlussprojekte und weitere gemeinsame Themen. Dabei wurde deutlich: Die Digitalisierung im Handwerk endet nicht bei Augmented Reality.

Auch der Bereich Künstliche Intelligenz spielt für uns aktuell eine wichtige Rolle. Im Branchenzentrum Ausbau und Fassade beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie KI-Anwendungen Betriebe, Bildungsangebote und Beratungsprozesse sinnvoll unterstützen können. Denkbar sind beispielsweise neue Formate für Wissensvermittlung, digitale Assistenzsysteme, KI-gestützte Lernangebote oder praxisnahe Anwendungen für Betriebe im Ausbauhandwerk.

Die Gespräche mit Dr. Laps und Andreas Rebholz haben gezeigt, dass hier großes Interesse an weiteren Entwicklungen besteht – und dass ARvolution ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu neuen digitalen Anwendungen im Handwerk ist.

Ein Projekt mit Wirkung über den Messestand hinaus

Mit dem fertigen AR-Messestand liegt nun ein Ergebnis vor, das zeigt, wie moderne Technologien das Handwerk unterstützen können: in der Nachwuchsgewinnung, in der Kundenberatung, in der Aus- und Weiterbildung und in der Darstellung technischer Lösungen.

ARvolution macht sichtbar, was im Ausbauhandwerk oft im Verborgenen liegt. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie innovativ, vielseitig und zukunftsorientiert das Stuckateur- und Ausbauhandwerk heute ist.

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Jochen Laps und Andreas Rebholz für den Besuch, das Interesse und den konstruktiven Austausch. Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg für die gewährten Fördermittel. Ohne diese Unterstützung hätten wir das Projekt ARvolution in dieser Form nicht verwirklichen können.

Denn eines ist klar: Die Verbindung von Handwerk, Augmented Reality und Künstlicher Intelligenz bietet noch viele spannende Möglichkeiten.